12.01.2012 09:19
Um die Funktion des Loadsensings zu verstehen, ist die Kenntnis der grundsätzlichen Zusammenhänge sehr wichtig. In dem Vortrag werden die Bedeutung der Druckdifferenz Δp und des Öffnungsquerschnitts erläutert und mit praktischen Übungen von den Teilnehmern an vier Trainingsplätzen selbst nachvollzogen. Des Weiteren werden die Vor- und Nachteile des Loadsensings dargestellt. Loadsensing arbeitet mit konstanter Druckdifferenz Δp an den Nuten der Steuerkolben. Die Druckdifferenz Δp wird vom Regler an der Pumpe und von Druckwaagen im Steuerblock auf konstante Werte eingeregelt. Mit konstanter Druckdifferenz Δp wird der Durchfluss und damit die Verbrauchergeschwindigkeit nur noch vom Öffnungsquerschnitt des Steuerkolbens beeinflusst. Dadurch ist Loadsensing ein lastdruckunabhängiges System und einfacher zu steuern als ein lastdruckabhängiges System wie die Drosselsteuerung.
Die Höhe des Systemdrucks wird beim Loadsensing vom höchsten Lastdruck bestimmt. Dadurch werden die Drosselverluste reduziert. Dies führt zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.
Mit einer ersten praktischen Übung werden die Unterschiede eines lastdruckabhängigen Konstantdrucksystems und eines lastdruckunabhängigen Loadsensingsystems erarbeitet. In einer zweiten Übung werden die Erkenntnisse an einem realen LS-Steuerblock angewendet. Dabei werden die Druckdifferenz am Pumpenregler und der maximale Durchfluss am Steuerblock von den Teilnehmern selber eingestellt.
Referent: Dipl. Ing. Dierk Peitsmeyer, IHA
Leiter Forschung u. Entwicklung,Trainer Hydraulik